AlpacaWolle Decken aus Alpaka und Lama

Vergleich

Alpaka, Schafwolle, Kamelhaar, Kaschmir und Daune

Wer eine warme Decke sucht, landet bei fünf Materialien, und alle fünf werden mit denselben Worten beworben: warm, atmungsaktiv, natürlich. Die Unterschiede liegen woanders, nämlich im Verhältnis von Wärme zu Gewicht, im Umgang mit Feuchtigkeit und im Aufwand für die Pflege.

Illustration: Alpaka wiegt zwei Wollknäuel auf einer Balkenwaage

Wie schneiden die Materialien ab?

Fünf Füllmaterialien im Überblick, Werte für Bettdecken
MaterialFaserstärkeWärme je GewichtFeuchtigkeitPreis 135 x 200
Alpaka18 bis 26 Mikronsehr hoch, Hohlfasernimmt bis 30 Prozent auf, bleibt trocken im Griffab 250 Euro
Schafwolle20 bis 30 Mikronhochnimmt viel auf, trocknet langsam60 bis 200 Euro
Kamelhaar16 bis 22 Mikronsehr hochreguliert stark90 bis 300 Euro
Kaschmir14 bis 19 Mikronhoch, sehr leichtempfindlich bei Nässeab 300 Euro, meist Decken statt Füllung
Daunekeine Faser, Federnhöchste, sehr leichtverklumpt bei Feuchtigkeit80 bis 400 Euro

Wann lohnt welches Material?

Wenn Sie nachts schwitzen, sind Alpaka und Kamelhaar die naheliegende Wahl, weil beide Feuchtigkeit aufnehmen und weitergeben, ohne sich klamm anzufühlen. Wenn Sie frieren und leicht schlafen wollen, ist Daune unschlagbar, solange das Schlafzimmer nicht feucht ist. Schafwolle ist der Kompromiss: solide Leistung zu einem Drittel des Preises, dafür schwerer und mit Wollfett, das nicht jeder verträgt.

Kaschmir spielt bei Bettdecken kaum eine Rolle. Die Faser ist zu fein und zu teuer, um als Füllung sinnvoll zu sein, sie landet in gewebten Plaids und in Kleidung.

Alpaka oder Schafwolle, wo ist der Unterschied im Alltag?

Drei Punkte sind spürbar. Erstens das Gewicht: Für dieselbe Wärme brauchen Sie weniger Alpaka als Schafwolle, die Decke liegt leichter auf. Zweitens das Wollfett: Schafwolle enthält Lanolin, Alpaka fast keins, was für Menschen mit empfindlicher Haut zählt. Drittens der Geruch: Feuchte Schafwolle riecht deutlich, feuchtes Alpaka kaum.

Dafür ist Schafwolle günstiger, breiter verfügbar und robuster in der Wäsche. Wer eine Decke sucht, die auch mal in die Maschine soll, fährt damit besser.

Und Kamelhaar?

Kamelhaar, genauer der Flaum des Trampeltiers aus der Mongolei und aus China, ist die interessanteste Alternative zu Alpaka. Die Faser ist ähnlich fein, ähnlich hohl aufgebaut und in der Wärmeleistung vergleichbar, dabei oft günstiger. Der Nachteil: Naturbelassenes Kamelhaar gibt es fast nur in Beige- bis Brauntönen, und die Deklaration ist unübersichtlich, weil Kamelhaar auch als Bezeichnung für Farbe und Optik verwendet wird.

Warum steigen so viele von Daune auf Alpaka um?

Zwei Gründe tauchen in Rückmeldungen von Käufern immer wieder auf. Der eine ist das Tierwohl: Lebendrupf ist zwar verboten, die Herkunft von Daunen aber schwer nachzuvollziehen. Der andere ist das Klima unter der Decke. Daune isoliert hervorragend, reguliert Feuchtigkeit aber schlecht. Wer unter der Daunendecke schwitzt und dann friert, findet unter Alpaka meist ein ausgeglicheneres Klima.

Schafwolldecken und Kamelhaardecken behandeln wir hier nicht als Kaufberatung. Auf dieser Seite geht es um Lama und Alpaka, die anderen Materialien stehen nur zum Vergleich daneben.