Lamadecke | Alpakadecke Decken, Bettdecken und Kleidung aus Naturhaar

Material

Alpakawolle: die Faser, die innen hohl ist

Alpakawolle unterscheidet sich in einem Punkt grundlegend von Schafwolle: Die Faser enthält im Inneren Hohlräume. Diese Kammern speichern Luft, und Luft ist der beste Wärmeisolator, den die Natur zu bieten hat. Deshalb wärmt Alpaka bei gleichem Gewicht spürbar besser, ohne dass die Decke oder der Pullover schwerer wird.

Der zweite Unterschied ist das Wollfett. Schafwolle enthält Lanolin, das ausgewaschen werden muss und bei manchen Menschen Hautreaktionen auslöst. Alpakawolle enthält davon fast nichts. Das ist der Grund, warum Alpaka seltener kratzt und warum die Faser weniger Staub bindet.

Illustration: Alpaka prüft drei Wollproben mit einer Lupe

Was sagt die Mikron-Angabe?

Mikron misst den Durchmesser einer einzelnen Faser, ein Mikron ist ein Tausendstel Millimeter. Je niedriger der Wert, desto feiner die Faser und desto weniger spüren Sie sie auf der Haut. Ab etwa 25 Mikron nehmen die meisten Menschen ein Kratzen wahr, darunter nicht mehr.

Feinheitsklassen bei Alpaka
KlasseFaserstärkeVerwendung
Royal Alpakabis 19 Mikronfeinste Schals, Luxuskleidung
Baby Alpakabis 22,5 MikronKleidung auf der Haut, feine Decken
Superfinebis 25,5 MikronPullover, Decken
Huarizobis 29 MikronTeppiche, grobe Strickware
Grobe Klassenüber 32 MikronTaschen, Seile, Polsterung

Baby Alpaka hat nichts mit dem Alter des Tieres zu tun. Der Name bezeichnet ausschließlich die Feinheit. Ein ausgewachsenes Tier kann Baby-Alpaka-Qualität liefern, und eine Erstschur kann gröber ausfallen als eine spätere.

Suri oder Huacaya, was ist der Unterschied?

Das sind die beiden Alpaka-Rassen, und ihr Vlies verhält sich völlig anders. Huacaya macht etwa neunzig Prozent des Bestands aus. Ihre Fasern kräuseln sich, das Vlies bauscht auf und wirkt flauschig. Suri-Fasern hängen glatt und in Locken herunter, sie glänzen seidig und fallen schwer. Für Decken wird meist Huacaya verwendet, weil das Bauschvermögen mehr Luft einschließt. Suri landet dort, wo Glanz und Fall zählen, etwa in Schals.

Warum ist Alpaka so oft ungefärbt?

Weil es die Farben schon von Natur aus gibt. Alpakas kommen in mehr als zwanzig anerkannten Naturtönen vor, von Weiß über Beige und Zimt bis Dunkelbraun und Schwarz. Naturbelassene Ware muss nicht gefärbt werden, was Wasser und Chemie spart. Wer eine Decke in kräftigem Rot oder Petrol sucht, bekommt gefärbte Ware, meist auf weißer Grundfaser.

Woher kommt die Wolle?

Etwa achtzig Prozent des Weltbestands leben in Peru, dazu kommen Herden in Bolivien und Chile. Die Tiere werden einmal im Jahr geschoren, im Frühjahr, und liefern dabei je nach Größe zwei bis fünf Kilogramm Rohwolle. Davon ist nur ein Teil fein genug für Kleidung. In Europa gibt es inzwischen mehrere hundert Zuchten, deren Schur regional verarbeitet wird, oft direkt zu Decken und Bettdecken.

Ist Alpaka wirklich besser für Allergiker?

Der geringe Lanolin-Gehalt ist ein sachlicher Unterschied, und wer auf Wollfett reagiert, verträgt Alpaka oft besser als Schafwolle. Daraus folgt aber keine allgemeine Aussage über Allergien. Wer auf Wolle reagiert, sollte ärztlich klären lassen, worauf genau, bevor er eine teure Decke kauft. Wir treffen hier keine gesundheitsbezogene Aussage.

Wie halte ich Alpaka in Form?

Selten waschen, oft lüften. Die Faser reinigt sich beim Lüften weitgehend selbst, weil sie kaum Gerüche bindet. Wenn gewaschen werden muss: Wollprogramm bei 30 Grad, Wollwaschmittel ohne Enzyme, kein Weichspüler, kein Trockner. Ausführlich steht das in der Waschanleitung.